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Seit 1994 engagiert sich KARO gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Ziel des Vereins ist es, Kindern, Jugendlichen und Frauen, die physische, psychische und/oder sexuelle Gewalt erfahren haben, Schutz und Hilfe anzubieten.

KARO aktuell . AKTION 350
Machen Sie mit und verdoppeln Sie die Energiereserven unseres Vereins. Addieren Sie sich noch heute zu den derzeit 175 Fördermitgliedschaften (Stand 01.07.10) und bringen Sie uns einen riesen Schritt weiter zur magischen Zahl 350.
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Tätigkeitsfelder

KARO leistet auf der deutschen wie auf der tschechischen Seite des Grenzgebiets umfassende Sozialarbeit. Der Verein setzt sich gegen Gewalt und sexuelle Ausbeutung ein – Themen, die sehr tabuisiert werden.

Die StreetworkerInnen sind für die Frauen und Kinder wichtige und zum Teil erste und einzige Kontaktpersonen. Neben der Arbeit auf der Straße bietet der Verein aber auch weitere Hilfen an, über die Sie hier mehr erfahren können.



Nothalt

Ein verlorener Schlüssel, die vergessene Fahrkarte, Streitereien mit Gleichaltrigen auf dem Schulweg, aber auch unangemessenes Angesprochen werden durch Fremde, stellen für Kinder fast nicht zu überwindende Hürden dar. Alltäglichkeiten, die für uns Erwachsene geringfügig und harmlos erscheinen, können unsere Jüngsten in Angst und Schrecken versetzen. Ein Kind weiß vielleicht nicht, wohin ohne Schlüssel und versucht in der Stadt die Zeit zu überbrücken oder verlässt den sicheren Schulweg, damit es z. B. nicht beim Schwarzfahren erwischt wird. Noch vor einigen Jahren wären genug bekannte Ansprechpartner im Umfeld des Kindes gewesen, um diese Art der Probleme zu lösen. Doch die Situation hat sich verändert. Je weniger Kinder wir haben, umso weniger stellt sich unser Lebensumfeld auf Kinder ein und erschwert ihren Alltag unabsichtlich. 
Wir möchten das ändern.

NOTHALT bietet Kindern und Jugendlichen sichere Anlaufstellen im gesamten Stadtgebiet, an die sie sich bei großen und kleinen Notlagen wenden können und sichere Hilfe erhalten. Das Logo, gut sichtbar an Geschäftstüren, signalisiert den Kindern die teilnehmenden Geschäfte. Hier erhalten sie Pflaster für kleinere Verletzungen, können mit den Eltern telefonieren um abgeholt zu werden, aber auch einfach einen Moment zur Ruhe kommen, bis die Angst – vielleicht vor anderen, ärgernden Kindern – nachlässt. 

Wir alle wünschen uns, dass es unseren Kindern gut geht und jemand Vertrauenswürdiges zur Stelle ist, wenn dem mal nicht so ist. Es sind oft Kleinigkeiten oder Gesten, die Sorgen, Nöte und Ängste bei Kindern lindern oder gar verschwinden lassen können. Das ehrenamtliche Projekt möchte den Schutz unserer Kinder sowie die Plauener Zivilcourage weiter stärken und die Situation unserer Kinder nachhaltig verbessern.

NOTHALT
sieht sich als Verbündeter und Ansprechpartner der Kinder.

NOTHALT
- Partner helfen im Rahmen der ersten Hilfe und der Zivilcourage, wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte.

NOTHALT
steht für mehr Menschlichkeit und Toleranz.

 
Arbeitskreis
Der im Juni 2003 durch KARO initiierte Arbeitskreis sexueller Missbrauch und Gewalt gegen Kinder in Plauen und im Vogtlandkreis traf sich im Jahr 2008 weiterhin im gewohnten monatlichen Rhythmus.
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Train Toghether – Zusammen trainieren
KARO e.V ist seit 01.01.2008, zusammen mit neun Organisationen aus sieben verschiedenen europäischen Ländern ( England, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Rumänien) Partner des EU Projektes Die Stimme des Kindes – Zusammen trainieren.
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Babyklappe

Die Babyklappe

 

Der Raum der Babyklappe ist nicht videoüberwacht und rund um die Uhr geöffnet. Etwa sieben Minuten nach der Schließung der Klappe erfolgt ein Alarm an die Rettungsleitstelle. Im Anschluss hat die Mutter des Kindes acht Wochen lang die Möglichkeit sich – auch anonym – zu melden und / oder umzuentscheiden.

Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 456 0789 sowie unter +49 173 9755374 steht jeder werdenden oder gerade entbundenen Mutter der anonyme Mütternotruf mit Beratung oder Vereinbarung für die anonyme Übergabe des Babys zur Verfügung.

Verkehrsanbindung der Babyklappe:

  • Unterer Bahnhof Plauen (1min Fußweg)
  • Anbindung Straßenbahnnetz Plauen  (max. 2min Fußweg)
  • gute Autobahnanbindung: A 72 Richtung Hof / Regensburg / München / Chemnitz / Dresden
  • sonstige Straßenanbindung: B92 (Fahrzeit ca. 1min)
  • B173 (Fahrzeit ca. 2 min)
  • Innenstadt (10min Fußweg)

 

Vorraum der Babyklappe

 

Eingang der Babyklappe

 

 
Öffentlichkeitsarbeit
KARO arbeitet an der Bewusstseinsbildung, Sensibilisierung und Enttabuisierung  in den Bereichen Zwangsprostitution, sexueller und anderer Gewalt gegen Kindern, Frauen und Jugendliche sowie  Menschenhandel.
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Streetwork
Die aufsuchende Sozialarbeit in Form von Streetwork trägt zur Verbesserung der gesundheitlichen und sozialen Situation der betroffenen Frauen, Jugendlichen und Kinder bei.
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Beratungsstellen
KARO e.V. unterhält zwei Beratungsstellen als Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Frauen im Prostitutions- und Drogenmilieu sowie für Betroffene von (sexueller) Gewalt. Die Beratungen arbeiten mit systemischem Ansatz im Kontext von HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten sowie sexueller Ausbeutung von Kindern, Jugendlichen und Frauen.

Unser Angebot richtet sich nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer sowie an Jugendliche beiderlei Geschlechts. Auch Angehörigen von Betroffenen bieten die Beratungsstellen Rat und Unterstützung.

Betroffene können auch eine telefonische Beratung in Anspruch nehmen.

Angebote

Die Beratungsstellen in Cheb und Plauen bieten Betroffenen:
  • psychosoziale Beratung
  • Krisenintervention
  • kurz- und langfristige Schutz- , und Unterbringungsmöglichkeiten
  • Hilfen sowie Unterstützung beim Ausstieg aus der Prostitution
  • die Möglichkeit zu duschen und Wäsche zu waschen
  • kostenlose Abgabe von Kleidung und Hygieneartikeln
  • die Möglichkeit zum Essen und Ausruhen
  • Case-Management, Beratung, Begleitung, und Unterstützung bei der Suche nach Alternativen zum bisherigen Lebensweg
  • Rechtsberatung
  • Unterstützung im Rahmen von Anzeigenerstattung und Gerichtsverhandlungen
  • Vermittlung sowie Begleitung zu ÄrztInnen, RechtsanwältInnen, PsychologInnen
  • Prozessvorbereitung, -begleitung sowie -nachbereitung
  • Hilfe bei der Wiedereingliederung bzw. Rückführung in soziale Strukturen in den Herkunftsländern
  • weiterführende Hilfen

Beratungsstelle in Plauen
  • fachberatungsstelle Opfer für Menschenhandel
  • Beratungsstelle sexueller Missbrauch und Gewalt
  • Beratungsstelle für prostituierte aller Nationalitäten
  • Prävention in den Bereichen HIV/AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten

Beratungsstelle Marita P.
Im September 1996 eröffnete KARO mit der Unterstützung des tschechischen Gesundheitsministeriums, der Kommune und des Landkreises Cheb sowie vieler Sponsoren eine psychosoziale Beratungsstelle in Cheb in der Tschechischen Republik. Diese Beratungsstelle erhielt den Namen „Marita P.“

Im Jahr 2002 wurde die Unterstützung durch die Stadt Cheb eingestellt und die Beratungsstelle geschlossen.

Bereits Anfang Oktober 2002 konnte die Beratungsarbeit in neuen Räumen, die mit Hilfe von Spenden angemietet wurden, fortgeführt werden. In der Beratungsstelle Marita P. finden Frauen und Kinder Hilfe und eine „Auszeit“ vom Straßenstrich oder bordellähnlichen Einrichtungen.

Marita P. war 1983 eine der ersten Frauen in Deutschland, die sich mit dem tödlichen HI- Virus infizierte. Sie war Prostituierte, dann wurde sie drogenabhängig. Schließlich erkrankte sie an AIDS. 1995 veröffentlichte sie beim Christof Links Verlag ihr Buch „Aids hat mir das Leben gerettet- Meine Jahre zwischen Edelstrich und Drogensumpf“.

Cathrin Schauer war mit ihr befreundet, betreute sie in der Endphase ihrer Krankheit und begleitete sie bis zum Tod. Am 18.06.1997 starb Marita P. in ihren Armen in einem Krankenhaus in Norddeutschland. Zur Erinnerung und als Zeichen der Freundschaft zwischen den beiden Frauen erhielt die Beratungsstelle diesen Namen.

Für Marita P. von Franziska Schauer Juni 1997

Ein regnerischer Tag im Juni.
Vor ein paar Tagen bist du gerade mal 44 geworden.
Und jetzt ist dein Leben schon vorbei.
Warum warst Du so dumm?
Warum hast du das gemacht?
War es deine Vergangenheit?
Sollte die Zukunft besser werden?
Was hast du dir davon versprochen?
Hast du nicht bemerkt, dass alles nur viel schlimmer wurde?

Warum?

Du wusstest es.
Einmal Heroin immer Heroin.
Du wusstest ebenso, dass es nichts bringt, den eigenen Körper für Geld zu verkaufen, nur um besser zu sein, als all die anderen.
Du warst nicht besser.
Nur hast du dies zu spät bemerkt.
Keine Tränen, keine Trauer.
Wir wussten alle, dass es so kommen wird.
Du hast dich selbst kaputt gemacht und die anderen sahen tatenlos zu.
 
Das Schutzhaus
Die Aufnahme im Schutzhaus ist rund um die Uhr gewährleistet. Wenn Sie die Hilfe des Schutzhauses in Anspruch nehmen möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter +49 173 3788990. Das Telefon ist zu jeder Zeit erreichbar.
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