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KARO AKTUELL AUSGABE September 2017

Lesen Sie Aktuelles aus unserer täglichen Arbeit

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Don't Look Away

Mit drei Klicks Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch melden!

Mit drei Klicks Fälle von sexuellem Missbrauch melden
 
 

Stop Sexkauf

Zeichen setzen!

Petition „Stop Sexkauf“ unterzeichnen!
 
 
Gegen das Wegsehen Beratungsstelle Rituelle Gewalt Netzwerk Rituelle Gewalt Stop Sexkauf AGIS EQUAL Train Toghether Streetwork und Gesundheitsfürsorge

Stop Sexkauf

Zeichen setzen! Petition unterschreiben!

KARO e.V. arbeitet mit und für Prostituierte.
KARO e.V. setzt sich gegen Prostitution ein.

KARO engagiert sich für ein Verbot der Prostitution. Denn Prostitution verstößt gegen die Menschenwürde. 
Nach 20 Jahren Ausstiegshilfe, Begleitung und Beratung von Prostituierten ist dies mehr als deutlich geworden: Das Rotlichtmilieu ist geprägt von Gewalt, Missbrauch, organisierter Kriminalität und schwersten Menschenrechtsverletzungen. 
Prostitution ist für die Frauen und Männer, die ihren Körper Tag und Nacht verkaufen müssen, lebensgefährlich.
Sehr viele Frauen geraten schon als Minderjährige in die Prostitution. Oft mit 14,15 oder 16 Jahren, manche auch noch jünger. Ein Großteil der Frauen, die wir treffen, war schon in verschiedenen Städten Deutschlands tätig. Sie haben kein Geld dort selbst hinzugelangen, sie werden „vermittelt“ und verkauft.
Sie leiden auch nach einem Ausstieg aus dem Prostitutionsmilieu aufgrund der erlebten Gewalt unter einer Vielzahl von traumatischen Folgeerscheinungen- oft lebenslang.

Politischer Skandal

Deutschland wird das „Bordell Europas“ genannt. Leider zu Recht. Das deutsche Prostitutionsgesetz von 2002 ist eines der liberalsten Prostitutionsgesetze weltweit. Damit wird Deutschland zum Paradies für Menschenhändler, Zuhälter und Freier. Dieses Gesetz wird derzeit überarbeitet, doch ein Verbot des Kaufs „sexueller Dienstleistungen“ wird von der Koalition nicht in Betracht gezogen. Im Vorfeld der Verhandlungen zum Gesetzesentwurf wurden ProstitutionskritikerInnen und AbolitionistInnen nicht gehört.

Ohne eine ausreichende Reform des Prostitutionsgesetzes wird es Deutschland nicht möglich sein, den Handel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Frauen zu verhindern. Denn Prostitution ist untrennbar mit Menschenhandel verbunden.

In einem am 23. März 2015 verfassten offenen Brief an die Kanzlerin, initiiert von der weltweiten "Coalition Against Trafficking in Woman" (CATW) und unterzeichnet von einer Vielzahl internationaler Organisationen, wird deutlich, wie viel Handlungsbedarf es in Deutschland gibt. So findet zum Beispiel die Resolution des Europäischen Parlaments vom 26. Februar 2014 zur Sexuellen Ausbeutung und Prostitution und ihren Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter derzeit keine Beachtung in Deutschland. Im Artikel 1 vertritt das Parlament die Auffassung, „dass Prostitution, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung stark geschlechtsspezifisch determiniert sind und Verstöße gegen die Menschenwürde sowie einen Widerspruch gegen die 
Menschenrechtsprinzipien wie beispielsweise die Gleichstellung der Geschlechter darstellen und daher mit den Grundsätzen der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, einschließlich des Ziels und des Grundsatzes der Gleichstellung der Geschlechter, unvereinbar sind“.

Nur in Deutschland gilt Prostitution als „Beruf wie jeder andere“.

Den Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel finden Sie hier als pdf

Weitere Informationen zum Thema

Zeichen setzen- Petition „Stop Sexkauf“ unterzeichnen!

Die Initiative „Stop Sexkauf“, zu der auch KARO e.V. gehört, fordert die Kanzlerin und die MinisterInnen Schwesig und Maas via Petition zum Handeln auf: „Verhandeln Sie das Prostitutionsgesetz neu!“

Petition jetzt unterzeichnen: https://www.change.org/p/sexkauf-bestrafen-prostitution-abbauen

Der Vorschlag für die Reform des Prostitutionsgesetzes von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig ist absolut unzureichend. Wirksame Interventionen wie die Anhebung des Mindestalters sind gar nicht integriert oder nur so minimal eingebunden, dass sie keinen Einfluss auf die Lebenswirklichkeit der Mädchen und Frauen haben.

Mehr zum Gesetzentwurf: http://www.emma.de/artikel/das-soll-eine-reform-sein-329933

Der deutsche Staat wird dadurch auch weiterhin die Fortsetzung der Ausbeutung von Frauen und minderjährigen Mädchen fördern. Für Freier, Zuhälter und sogenannte Bordellbetreiber wird es ein leichtes sein, Mädchen und Frauen wie Ware zu kaufen, zu handeln und solange für ihre Bedürfnisse zu benutzen, bis sie lebenslang geschädigt und/oder nicht mehr zu gebrauchen sind. Das sollten wir verhindern!

Netzwerke und Kampagnen

KARO e.V. unterstützt folgende Initiativen und Appelle:

Brüsseler Appells: „Together for a Europe free from Prostitution“ (2010) Der Appell hat zahlreiche UnterstützerInnen in ganz Europa gewonnen. Traurig: KARO e.V. war neben SOLWODI, EMMA und Maisha e.V. eine der einzigen deutschen Unterstützerorganisationen. 

EMMA- Appell gegen Prostitution Ein 2013 von der Zeitschrift Emma initiierter Appell, der sich gegen Prostitution und insbesondere das deutsche Prostitutionsgesetz richtet

"Mach den Schluss-STRICH!" Keine Frauensklaverei in Deutschland! Kampagne von SOLWODI 

Inititaive Stop Sexkauf. KARO e.V. ist Mitglied im Netzwerk zur Beendigung der Prostitution durch das Sexkaufverbot

Werden Sie Befreier! Kampagne von KARO e.V.

 

Stop prodejnému sexu

Dejte jasný signál! Podepište petici!

KARO e.V. pracuje s prostitutkami a pro ně.

KARO e.V. se zasazuje proti prostituci.

KARO e.V. se anga˛uje pro zákaz prostituce. Neboť prostituce porušuje lidskou důstojnost.

Po 20. letech pomoci, doprovázení a poradenství pro prostituující se osoby je více ne˛ jasné: Prostředí červených luceren je určováno násilím, zneu˛íváním, organizovanou kriminalitou a nejt첚ím porušováním lidských práv. Prostituce je pro ˛eny a mu˛e, kteří ve dne v noci musejí prodávat své tělo ˛ivotně nebezpečná.

Mnoho ˛en se dostane k prostituci ji˛ jako nezletilé. Často ve 14., 15. nebo 16. letech, některé ještě dřív.  Velká část ˛en, které potkáváme, pracovala ji˛ v různých městech v Německu. Nemají peníze, dostat se tam samy, bývají „zprostředkovány“ a prodány.  I po výstupu z prostituce trpí z důvodu pro˛itého násilí mnoha traumatickými následky-často do˛ivotně.

Politický skandál                                                                   

Německo je nazýváno „bordelem Evropy“. Bohu˛el oprávněně. Německý zákon o prostituci z roku 2002 je jedním z nejliberálnějších zákonů o prostituci na světě. Tento zákon je v současnosti přepracováván, přesto ze strany koalice není zákazu kupování sexuálních slu˛eb věnována pozornost. V předpolí politických jednání o návrhu zákonu nejsou kritici prostituce a abolicionisté vyslyšeni. Bez dostačující reformy zákona o prostituci nebude pro Německo mo˛né zabránit obchodu s dětmi a ˛enami za účelem sexuálního vykořisťování. Neboť prostituce je s obchodem s lidmi neodmyslitelně spojena. V otevřeném dopisu kancléřce z 23. března 2015, iniciovaném mezinárodní „Coalition Against Trafficing in Woman“ (CATW) a podepsaném mnoha mezinárodními organizacemi je zřejmé, kolik potřeby jednat v Německu je. Na příklad rezoluce Evropského parlamentu z 26. února 2014 k sexuálnímu vykořisťování a prostituci a jejich dopadům na rovnoprávnost mu˛ů a ˛en, které není v Německu věnována ˛ádná pozornost. V článku 1 zastupuje parlament stanovisko, „˛e prostituce, nucená prostituce a sexuální vykořisťování jsou značně specificky podmíněny pohlavím a představují provinění proti lidské důstojnosti, stejně jako protiklad k principům lidských práv, jako například rovnoprávnost pohlaví, a tímto jsou neslučitelné s podstatou Charty základních práv Evropské unie a konečně i cíly zrovnoprávnění pohlaví.“

Pouze v Německu platí prostituce za povolání jako ka˛dé jiné!