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KARO AKTUELL AUSGABE Dezember 2017

Lesen Sie Aktuelles aus unserer täglichen Arbeit

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Streetwork und Gesundheitsfürsorgen

Streetwork und Gesundheitsfürsorge für Prostituierte in Plauen und Umgebung

Seit 1994 engagieren sich die MitarbeiterInnen von KARO in Form verschiedener Sozialprojekte gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Dabei arbeiten wir mit und für Prostituierte. Wir engagieren uns politisch und in verschiedenen Netzwerken gegen Prostitution, weil das Degradieren eines Körpers zu einer konsumierbaren Ware gegen die Menschenwürde verstößt. Die Prostitution ist in Deutschland erlaubt und seit dem Prostitutionsgesetz vom Jahr 2001 auch nicht mehr sittenwidrig. Verlässliche Angaben darüber, wie viele Frauen in Deutschland in der Prostitution arbeiten, gibt es nicht. Es existieren jedoch Schätzungen, dass sich ca. 150.000 bis 400.000 Menschen prostituieren. In Plauen und Umgebung gibt es unterschiedliche bordellähnliche Einrichtungen. Das sind Wohnungen, verteilt in verschiedenen Stadtgebieten oder kleine Einrichtungen, die als Nightclub oder Bar deklariert sind. Die Menschen, die dort sexuelle Dienstleistungen anbieten müssen, kommen in großen Teilen aus Mittel- und Osteuropa, aus afrikanischen und asiatischen Ländern und nur vereinzelt aus Deutschland. Viele dieser Mädchen, Frauen, Transsexuellen oder Männer sprechen nicht oder nur begrenzt die deutsche Sprache. Sie leben meist isoliert, müssen Tag und Nacht für sexuelle Dienstleistungen jeder Art zur Verfügung stehen und werden auch von ZuhälterInnen kontrolliert. Psychische und physische Gewalt prägen häufig deren Alltag.  Auf Grund dessen sind für die Prostituierten spezifische Angebote wie z.B. Streetwork und Gesundheitsfürsorge, niederschwellige Hilfen und Beratung, Unterstützung beim Ausstieg aus der Prostitution sowie Schutzmaßnahmen geplant. Ebenso soll eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie Netzwerkarbeit erfolgen.  Dabei bedarf es der Hilfe verschiedener Institutionen und Professionen, die sich interdisziplinär für die Betroffenen einsetzen, umso die Anschlussfähigkeit unseres niedrigschwelligen Ansatzes an weitere Angebote institutioneller, medizinischer und rechtlicher Art sicher zu stellen.  

Weitere Informationen zum Thema

Daher ist geplant, insbesondere auf regionaler Ebene und im Rahmen von Einzelkontakten sowie Arbeitsgremien unser Hilfsangebot in bestehende Netzwerke zu integrieren und neue Kooperationsstrukturen aufzubauen. Dabei soll eine stetige Erweiterung bzw. Verbesserung von Hilfsmöglichkeiten und Strukturen für die Zielgruppe geschaffen werden.  Zudem soll die inhaltliche Arbeit durch den Erfahrungsaustausch gefördert und neue Projekte im Kontext der Lobbyarbeit, Gesundheitsprävention und psychosozialen Unterstützung der Zielgruppen entstehen.