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Seit 1994 engagiert sich KARO gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Ziel des Vereins ist es, Kindern, Jugendlichen und Frauen, die physische, psychische und/oder sexuelle Gewalt erfahren haben, Schutz und Hilfe anzubieten.

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Ehrungen und Publikationen
Bereits mehrfach wurde die Arbeit von KARO mit Preisen ausgezeichnet.

Frauen Europas: Am 8. März 2002 wurden Ludmilla Irmscher und Cathrin Schauer mit dem Preis Frauen Europas - Deutschland 2002 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin statt.

Aus der Laudatio: „Die Wiedervereinigung Europas eröffnet mit der Osterweiterung der Europäischen Union für alle Länder unseres Kontinents neue Entwicklungschancen. Diese Herausforderung anzunehmen und an der erfolgreichen Integration von Politik, Wirtschaft, Kultur und im sozialen Bereich mitzuwirken, heißt ebenso an der Lösung von Problemen teilzuhaben.

Eines der Probleme des gegenwärtigen Umsetzungsprozesses wird im Gebiet der deutsch-tschechischen Grenze akut: Dort hat sich ein großer Markt für (Kinder-) Prostitution etabliert, der sich durch eine sich ständig ausweitende legale und illegale Prostitutionsszene, die Zunahme des kommerziellen sexuellen Missbrauchs von Kindern, Frauenhandel und sexuell instrumentalisierte Gewalt auszeichnet.
In dieser auch historisch sensiblen Grenzregion leisten Cathrin Schauer und Ludmilla Irmscher, die beiden Sozialarbeiterinnen von KARO e.V., betroffenen Frauen und Kindern überlebensnotwendige Hilfe. Mit ihrer engagierten Arbeit haben sie sich auf ein Terrain gewagt, das mehr als schwierig ist und für dessen Probleme unsere Gesellschaft noch wenige Lösungsansätze bietet.

Mit ihrer Entscheidung drückt die Wahljury ihre Hochachtung für das grenzüberschreitende und mutige Engagement von Ludmilla Irmscher und Cathrin Schauer aus. Die Europäische Bewegung, ein nichtstaatlicher und überparteilicher Verein, der sich seit 1949 für die europäische Integration und die Verständigung der Völker einsetzt, dankt mit dieser Auszeichnung den beiden Frauen für ihren unermüdlichen Einsatz und möchte für die Unterstützung des Anliegens von KARO e.V. werben.“

Der Preis Frauen Europas – Deutschland wird seit 1991 durch die Frauenkommission der Europäischen Bewegung Deutschland mit Unterstützung der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und Sponsoren an Frauen verliehen, die sich in herausragender Weise für die europäische Integration und Verständigung der Völker engagiert haben.

Nominierung Friedensnobelpreis: Cathrin Schauer von KARO e.V. wurde zusammen mit 999 Frauen für den Friedensnobelpreis in den Jahren 2005 und 2006 nominiert.


Als Frau Dr. Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Nationalrätin und Mitglied beim Europarat und Präsidentin des Vereins im März 2003 nach intensiver Vorarbeit das Projekt „1000 Frauen für den Friedensnobelpreis“ ins Leben rief, ist sie angetreten mit dem Ziel die eindrücklichen Aktivitäten von Frauen welche sich für eine friedliche Zukunft aller Menschen engagieren, weltweit öffentlich zu machen.

In intensiver Zusammenarbeit mit dem Koordinatorinnenteam, Frauen aus 20 Weltregionen, wurde Großes erreicht: Nach Ablauf der Nominationsfrist lagen dem Verein rund 2000 Nominationen von Friedensfrauen aus über 150 Ländern vor. In Zusammenarbeit mit den Koordinatorinnen und regionalen Beratungsgremien wurde die Liste mit den 1000 eindrücklichen Friedensfrauen aus der ganzen Welt verabschiedet, darunter 15 Frauen aus Deutschland. Neben Cathrin Schauer wurden für Deutschland:

  • Sr. Dr. Lea Ackermann, SOLWODI e.V.
  • Seyan Ates, Rechtsanwältin
  • Judith Theresia Brand, Sozialarbeiterin
  • Maria Christine Färber, Caritas International in Nordalbanien
  • Monika Gerstendörfer, Lobby für Menschenrechte e.V.
  • Barbara Gladysch, Mütter für den Frieden
  • Heide Göttner-Abendroth, Matriarchatsforscherin
  • Marianne Grosspietsch, Station für Leprakranke in Katmandu
  • Monika Hauser, medica mondiale
  • Karla-Maria Schälike, Kinderzentrum Nadjeschda Kirgisien
  • Bosiljka Schedlich, Südost Europa Kulturzentrum
  • Karla Schefter, Chak-e-Wardack-Hospital Afghanistan
  • Sabriye Tenberken, Schule für blinde Kinder in Tibet
  • Ruth Weiss, Journalistin
nominiert.

Für den Verein KARO e.V. ist es eine besondere Ehre, dass Cathrin Schauer als eine der 1000 nominierten Frauen weltweit dabei ist. Sie wurde für ihr Engagement gegen Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung von Kindern nominiert.
Diese Nominierung ist ein besonderer Impuls für die weitere Arbeit von KARO e.V. und trägt dazu bei, dass Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, ins Licht der Öffentlichkeit zurückgeholt werden und somit eine Chance bekommen ein menschenwürdigeres Leben zu führen

Weitere Infos unter
www.1000peacewomen.org
www.filia-frauenstiftung.de

Vogtländerin des Jahres: Die Leserinnen und Leser der "Freien Presse" im Vogtland haben per Telefon abgestimmt, wer von den zehn Bewerbern vorn landet. Und das war auf Rang 1 mit 27,3 Prozent der 1397 abgegebenen Stimmen Cathrin Schauer, die sich als Vorsitzende des Karo-Vereins seit vielen Jahren für Frauenrechte einsetzt, gegen Gewalt an Frauen und Minderjährigen.

Ihr Coup 2008: Einen Tag vor Weihnachten wurde in Plauen eine Babyklappe installiert, die als letzter Ausweg für in Bedrängnis geratene Mütter dient und so Leben schützen und bewahren soll. Cathrin Schauer betont: "Ich danke allen, die mich gewählt haben - stellvertretend für den ganzen Karo-Verein." Cathrin Schauer ist die Vogtländerin des Jahres 2008. Rainer Räch, Regionalleiter der "Freien Presse" im Vogtland, überreichte ihr den Goldpokal mit dem V: das V fürs Vogtland und für Victory (Sieg).

Bisher hat KARO darüber hinaus folgende Schriften veröffentlicht:

„Kinder auf dem Strich – Bericht von der deutsch-tschechischen Grenze“ Cathrin Schauer. Herausgeber: ECPAT Deutschland und das Deutsche Komitee für UNICEF, Horlemann Verlag, erschienen im Oktober 2008.

„Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern in der Grenzregion“ als Kapitel in „Sexueller Missbrauch von Kindern“ Herausgeber: Friedrich Ebert Stiftung Prag, erschienen im Dezember 2004

„KARO – Zielgruppenspezifisches, grenzüberschreitendes Sozialprojekt in Prostitutions- und Drogenszenen“ als Kapitel in „AIDS und HIV Infektionen“ Herausgeber: Dr. Jäger, erschienen im Juni 2004 beim ecomed Verlag

„Das ist mein Leben! Ist es ein Leben?“
Sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern in einer tschechisch- deutschen Grenzregion
als Kapitel in „Solidarität mit Frauen in Not- 20 Jahre Solwodi e.V.“ Herausgeber: Dr. Sr. Lea Ackermann, Reiner Engelmann, erschienen im Januar 2005

„Jeder holt sich, was er will- Sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern in einer tschechischen Grenzregion“, als Kapitel in „Mythos Osteuropa - Prostitution, Migration, Frauenhandel“ Herausgeber: Berliner Wissenschaftsverlag, erschienen im Juli 2006
 

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