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Deutsch-Tschechische Kooperation

29.05.2024

Grenzüberschreitender Thementag zu #kinderschutz im #INTERNET

29. Mai 2024 | Aš

Julia von Weiler, Psychologin und Vorstandsfrau von Innocence In Danger, konnte beim Fachkräfte-Workshop bildhaft und eindringlich vermitteln, welche alarmierenden Entwicklungen die rasant voranschreitende Nutzung digitaler Medien für Kinder und Jugendliche mit sich bringt. #medienkompetenz - und vor allem omnipräsente, niedrigschwellige Optionen, sich im Ernst- oder Verdachtsfall an erwachsene Vertrauenspersonen zu wenden - müssen dringend ausgebaut werden.

Doch allein gesteigerte Medienkompetenz zu fordern, reicht nicht aus! Denn damit würden wir die Verantwortung für Dynamiken, die sich im digitalen Raum entwickeln, auf die Kinder/Jugendlichen übertragen. Vielmehr sollte die „soziale Kompetenz bei zwischenmenschlichen Interaktionen im digitalen Raum“ geschult werden, fordert Julia von Weiler. „Aufklärung und Intervention sind immer eine Frage der Haltung …“, stellt sie fest.

Sensibilisierung für die real drohenden Gefahren sexuellen Missbrauchs über Online-Kanäle muss dringend in den Fokus von Zivilgesellschaft und Politik rücken.

Eine tschechische Sozialarbeiterin sprach darüber, dass Kinder, die während ihres Heranwachsens als ‚selbstverständlich‘ erfahren, dass sexuelle ‚Dienstleistungen‘ als reguläre Einnahmequelle akzeptiert werden, einem signifikant hohen Risiko ausgesetzt sind, diesen generationenübergreifenden Kreislauf fortzusetzen.

Dem Workshop schloss sich der Filmbeitrag #Gefangen im Netz an.

Insbesondere auf die Frage, ob das Online-Stellen vermeintlich 'harmloser' Schnappschüsse aus dem Kindesalltag nicht doch 'irgendwie ok' ist, sollte spätestens seit Einzug von KI-Technologien ein klares Nein! die Antwort sein. Es ist grob fahrlässig, die Augen davor zu verschließen, was aus beliebigem Bild- und Videomaterial gemacht - und wozu es schlussendlich missbraucht wird.

Cathrin Schauer- Kelpin von KARO bedankte sich bei den Teilnehmenden fürs "Aushalten" der ungeschönten Darstellung erschütternder Realitäten. Der Kampf gegen sexuelle Ausbeutung Minderjähriger ist seit 30 Jahren trauriger, jedoch realer, Bestandteil unserer sozialen Arbeit. Im Austausch mit Kindern und Jugendlichen erfahren wir, dass die Anbahnung sexualisierter Gewalt #grooming über soziale Medien eine stetig wachsende Rolle spielt.

KARO e.V., ein Verein aus Deutschland mit einer Niederlassung in Tschechien, leistet deshalb seit Jahren niedrigschwellig Hilfen und Prävention in den Grenzregionen.

„Wir sehen uns als Deutsche in der Verantwortung: Seit Anfang der 90iger Jahre sind es fast ausschließlich deutsche Männer oder Täter, die ins benachbarte Grenzland reisen, um dort Kinder und Frauen zu missbrauchen und sexuell auszubeuten“ – so Cathrin Schauer-Kelpin während der Podiumsdiskussion.

Ein herzlicher Dank geht an František Cibulka, den Leiter des Sozialamtes Aš, der die Veranstaltung moderierte und gemeinsam mit unserer Kollegin Zdeňka über die tschechische Gesetzeslage informierte.

Der Česko-německý fond budoucnosti/ Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds unterstütze die Veranstaltung durch eine anteilige Förderung und die Město Aš (Stadt Aš) - als Kooperationspartner - stellte den Veranstaltungsraum im Kulturzentrum LaRitma zur Verfügung. Für durchgehende Simultandolmetschung sorgte ein Team professioneller Übersetzerinnen.

Wir blicken zurück auf einen rundum gelungenen Thementag. Dieses wirkungsvolle Miteinander aller Beteiligten möchten und müssen wir unbedingt aufrechterhalten und intensivieren. Danke!

 

Weitere Informationen zum Thema

https://www.karo-ev.de/cms/| |/www/htdocs/w00767a4/KARO2012/cms/

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