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25 Jahre KARO e.V.

10.Dezember 2019

KARO feiert Geburtstag
 
 

KARO AKTUELL AUSGABE Frühjahr/Sommer 2020

Lesen Sie Aktuelles aus unserer täglichen Arbeit

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Don't Look Away

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Stop Sexkauf

Zeichen setzen! Petition unterschreiben!

KARO e.V. arbeitet mit Prostituierten und für sie.
KARO e.V. setzt sich gegen Prostitution ein.

KARO engagiert sich für ein Verbot der Prostitution. Denn Prostitution verstößt gegen die Menschenwürde. 
Nach mehr als 20 Jahren Ausstiegshilfe, Begleitung und Beratung von Prostituierten ist dies mehr als deutlich geworden: Das Rotlichtmilieu ist geprägt von Gewalt, Missbrauch, organisierter Kriminalität und schwersten Menschenrechtsverletzungen. 
Prostitution ist für die Frauen und Männer, die ihren Körper Tag und Nacht verkaufen müssen, lebensgefährlich.
Sehr viele Frauen geraten schon als Minderjährige in die Prostitution. Oft mit 14,15 oder 16 Jahren, manche auch noch jünger. Ein Großteil der Frauen, die wir treffen, war schon in verschiedenen Städten Deutschlands tätig. Sie haben kein Geld dort selbst hinzugelangen, sie werden „vermittelt“ und verkauft.
Sie leiden auch nach einem Ausstieg aus dem Prostitutionsmilieu aufgrund der erlebten Gewalt unter einer Vielzahl von traumatischen Folgeerscheinungen - oft lebenslang.

Politischer Skandal

Deutschland wird das „Bordell Europas“ genannt. Leider zu Recht. Das deutsche Prostitutionsgesetz von 2002 ist eines der liberalsten Prostitutionsgesetze weltweit. Damit wird Deutschland zum Paradies für MenschenhändlerInnen, ZuhälterInnen und Freier. Dieses Gesetz wurde überarbeitet, doch ein Verbot des Kaufs „sexueller Dienstleistungen“ wurde von der Koalition nicht in Betracht gezogen. Im Vorfeld der Verhandlungen zum Gesetzesentwurf wurden ProstitutionskritikerInnen und AbolitionistInnen nicht gehört.

Ohne eine ausreichende Reform des Prostitutionsgesetzes wird es Deutschland nicht möglich sein, den Handel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Frauen zu verhindern. Denn Prostitution ist untrennbar mit Menschenhandel verbunden.

In einem am 23. März 2015 verfassten offenen Brief an die Kanzlerin, initiiert von der weltweiten "Coalition Against Trafficking in Woman" (CATW) und unterzeichnet von einer Vielzahl internationaler Organisationen, wird deutlich, wie viel Handlungsbedarf es in Deutschland gibt. So findet zum Beispiel die Resolution des Europäischen Parlaments vom 26. Februar 2014 zur Sexuellen Ausbeutung und Prostitution und deren Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter derzeit keine Beachtung in Deutschland. Im Artikel 1 vertritt das Parlament die Auffassung, „dass Prostitution, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung stark geschlechtsspezifisch determiniert sind und Verstöße gegen die Menschenwürde, sowie einen Widerspruch gegen die Menschenrechtsprinzipien, wie beispielsweise die Gleichstellung der Geschlechter darstellen und daher mit den Grundsätzen der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, einschließlich des Ziels und des Grundsatzes der Gleichstellung der Geschlechter, unvereinbar sind“.

Nur in Deutschland gilt Prostitution als „Beruf wie jeder andere“.

Den Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel finden Sie hier als pdf

Weitere Informationen zum Thema

https://www.karo-ev.de/cms/| |/www/htdocs/w00767a4/KARO2012/cms/

Zeichen setzen - Petition „Stop Sexkauf“ unterzeichnen!

Die Initiative „Stop Sexkauf“, zu der auch KARO e.V. gehört, fordert die Kanzlerin und die MinisterInnen Schwesig und Maas via Petition zum Handeln auf: „Verhandeln Sie das Prostitutionsgesetz neu!“

Petition jetzt unterzeichnen: https://www.change.org/p/sexkauf-bestrafen-prostitution-abbauen

Der Vorschlag für die Reform des Prostitutionsgesetzes von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig ist absolut unzureichend. Wirksame Interventionen, wie die Anhebung des Mindestalters sind gar nicht integriert oder nur so minimal eingebunden, dass sie keinen Einfluss auf die Lebenswirklichkeit der Mädchen und Frauen haben.

Mehr zum Gesetzentwurf: http://www.emma.de/artikel/das-soll-eine-reform-sein-329933

Der deutsche Staat wird dadurch auch weiterhin die Fortsetzung der Ausbeutung von Frauen und minderjährigen Mädchen fördern. Für Freier, ZuhälterInnen und sogenannte BordellbetreiberInnen wird es ein Leichtes sein, Mädchen und Frauen wie Ware zu kaufen, zu handeln und solange für ihre Bedürfnisse zu benutzen, bis sie lebenslang geschädigt und/oder nicht mehr zu gebrauchen sind. Das sollten wir verhindern!

Netzwerke und Kampagnen

KARO e.V. unterstützt folgende Initiativen und Appelle:

Brüsseler Appells: „Together for a Europe free from Prostitution“ (2010) Der Appell hat zahlreiche UnterstützerInnen in ganz Europa gewonnen. Traurig: KARO e.V. war neben SOLWODI, EMMA und Maisha e.V. eine der wenigen deutschen Unterstützerorganisationen. 

EMMA - Appell gegen Prostitution Ein 2013 von der Zeitschrift Emma initiierter Appell, der sich gegen Prostitution und insbesondere das deutsche Prostitutionsgesetz richtet.

"Mach den Schluss-STRICH!" Keine Frauensklaverei in Deutschland! Kampagne von SOLWODI 

Initiative Stop Sexkauf. KARO e.V. ist Mitglied im Netzwerk zur Beendigung der Prostitution durch das Sexkaufverbot.

Werden Sie BefreierIn! Kampagne von KARO e.V.

 

Stop prodejnému sexu

Dejte jasný signál! Podepište petici!

KARO e.V. pracuje s prostitutkami a pro ně.

KARO e.V. se zasazuje proti prostituci.

KARO e.V. se angažuje pro zákaz prostituce. Neboť prostituce porušuje lidskou důstojnost.

Po 20. letech pomoci, doprovázení a poradenství pro prostituující se osoby je více než jasné: Prostředí červených luceren je určováno násilím, zneužíváním, organizovanou kriminalitou a nejt잹ím porušováním lidských práv. Prostituce je pro ženy a muže, kteří ve dne v noci musejí prodávat své tělo životně nebezpečná.

Mnoho žen se dostane k prostituci již jako nezletilé. Často ve 14., 15. nebo 16. letech, některé ještě dřív.  Velká část žen, které potkáváme, pracovala již v různých městech v Německu. Nemají peníze, dostat se tam samy, bývají „zprostředkovány“ a prodány.  I po výstupu z prostituce trpí z důvodu prožitého násilí mnoha traumatickými následky-často doživotně.

Politický skandál                                                                   

Německo je nazýváno „bordelem Evropy“. Bohužel oprávněně. Německý zákon o prostituci z roku 2002 je jedním z nejliberálnějších zákonů o prostituci na světě. Tento zákon je v současnosti přepracováván, přesto ze strany koalice není zákazu kupování sexuálních služeb věnována pozornost. V předpolí politických jednání o návrhu zákonu nejsou kritici prostituce a abolicionisté vyslyšeni. Bez dostačující reformy zákona o prostituci nebude pro Německo možné zabránit obchodu s dětmi a ženami za účelem sexuálního vykořisťování. Neboť prostituce je s obchodem s lidmi neodmyslitelně spojena. V otevřeném dopisu kancléřce z 23. března 2015, iniciovaném mezinárodní „Coalition Against Trafficing in Woman“ (CATW) a podepsaném mnoha mezinárodními organizacemi je zřejmé, kolik potřeby jednat v Německu je. Na příklad rezoluce Evropského parlamentu z 26. února 2014 k sexuálnímu vykořisťování a prostituci a jejich dopadům na rovnoprávnost mužů a žen, které není v Německu věnována žádná pozornost. V článku 1 zastupuje parlament stanovisko, „že prostituce, nucená prostituce a sexuální vykořisťování jsou značně specificky podmíněny pohlavím a představují provinění proti lidské důstojnosti, stejně jako protiklad k principům lidských práv, jako například rovnoprávnost pohlaví, a tímto jsou neslučitelné s podstatou Charty základních práv Evropské unie a konečně i cíly zrovnoprávnění pohlaví.“

Pouze v Německu platí prostituce za povolání jako každé jiné!